Es gibt Sachen darüber spricht man nicht gerne. Ich bin auch nicht anders,
obwohl ich anders sein will. Ich muss mich fügen den Sitten, den Gewohnheiten, auch
wenn ich damit nicht einverstanden bin. Warum sollte man nämlich nicht sprechen
über Dinge die so alltäglich, so gewöhnlich sind dass man kaum einen finden
wird der damit nicht vertraut ist? Wenn sie dem Menschen so geläufig sind und
wenn der Mensch schön ist, dann können diese Sachen doch nicht hässlich sein?
Die Logik funktioniert nicht immer in dieser Welt. Die Sachen lassen sich
nicht in Richtig und Falsch einteilen. Der Mensch ist schön, aber doch nicht
jeder, nicht in jeder Situation, nicht immer. Ich eingeschlossen. Und
vielleicht gerade deswegen möchte ich hier darüber sprechen, weil ich es
bereue, weil ich es überwinden möchte und weil ich es nur überwinden kann wenn
ich darüber spreche. Warum?
Weil das Problem in der Verdrängung liegt und diese ist die Verneinung
eines Teils des Ichs. Dadurch entsteht eine Zwist die Schmerz verursacht. Indem
man die Sachen bearbeitet, wird die Möglichkeit gegeben diese Zwist zu
überwinden.
Ich habe von Bettina gesprochen und von den zwei Welten die es zur Spaltung
kommen liessen. Das ist aber nur ein Teil de Wahrheit, d.h. es beschreibt nur
ein Teil der Wirklichkeit. Es gab eine andere Art von Spaltung.
Es wird kaum eine Liebe geben in der Sexualität keine Rolle spielt. Sexualität
sollte Genuss und Freude bieten. Wie aber bringt man das zustande, besonders
wenn mehr als eine Seite daran teil nimmt?
Dass Liebe mehre Seiten hat, das ist der Kern. Dass alle Seiten an der
Freude und dem Genuss teilnehmen sollten, das ist die Richtung. Mindestens ist
es meine. Wie aber kommt man dazu?
Was ein Problem sein könnte, kann aber auch die Lösung sein, nämlich wenn die
Freude/Genuss der einen Seite, die Freude/Genuss der anderen bedeutet. Man
sollte geniessen mit dem Genuss des anderen. Man braucht einige Zeit bis man dies
einsieht, bis man es beherrscht, bis es einem gelingt.
Das Wichtigste das man dabei lernen sollte ist dass es mit dem Wille nicht getan
ist. Es muss halt kommen, ganz natürlich. Und doch muss man es auftreiben,
herbeischaffen, heranholen. Man will und doch soll es nicht gewollt sein. Vielleicht
deswegen spricht man nicht gerne darüber.