Die Kurzgeschichte handelt von einen Spießbürger. Nach oben buckeln und nach unten treten, so lautet die Maxime. Und wer ist gerade unten, als Herr Fischer im Wald mit dem Stock spazieren geht? Die Blumen. Eine Butterblume wird von ihm mit den Stock enthauptet.
Herr Fischer macht sich Gedanken über den Vorfall. Seine krankenhaften Phantasien nehmen ihn in allen Richtungen: Reue, Stolz, Gleichgültigkeit, Angst und Wut. Von einem Gefühl hüpft er zu dem anderen, ohne viel Übergang.
Selbstverständlich ist alles metaphorisch zu verstehen. Aber die starke Übertreibung lässt kein Platz für einen subtileren Humor. Alles ist viel zu grob und grotesk-farcenhaft aufgeführt.
Was mich auch sehr gestört hat ist der verschwenderischer Umgang mit den Wörtern. Paragraphen und Paragraphen, Sätze nach Sätze werden von Döblin benutzt um dieselbe Idee zu bringen. Mit Tucholsky habe ich gelernt, dass man mit Wörtern sparsam umgehen sollte.
Die zugrundeliegende Idee, das persiflieren eines Spießers, ist weder sehr originell noch treffend formuliert. Ich fand die Bearbeitung des Themas umständlich, unnatürlich und forciert. Alles ist viel zu dick aufgetragen.
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